Aktuelles
Offener Brief an die Vereine im FVM zum Kinderschutz |
| Veröffentlicht von Christian Thalmayer (christian thalmayer) am 20.01.2012 |
13. Januar 2012
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Vereinsvorsitzende,
sehr geehrte Jugendleiter,
in diesen Tagen wendet sich der DFB aufgrund einer Warnmeldung des Polizeireviers Schramberg in Baden-Würtemberg an seine Mitgliedsverbände und -vereine. Im Rahmen von Ermittlungsverfahren wurde bekannt, dass sich ein 'vermutlich pädophiler Mann' über soziale Netzwerke als brühmter Trainer oder Fußballer das Vertrauen von Jugendlichen mit dem Ziel eines persönlichen Treffens erschlich. Wir möchten Sie auf diese Vorgehensweise hinweisen, da der Versuch einer Kontaktaufnahme außerhalb Baden-Würtembergs bzw. ähnliche Vorgehensweisen anderer nicht auszuschließen sind.
Der Fußball-Verband Mittelrhein weist hiermit ausdrücklich auf die Gefahren anonymer Kontaktaufnahmen in sozialen Netzwerken hin und bittet die Vereinsverantwortlichen, Trainer und Betreuer, Jugendspieler für diese Problematik zu sensibilisieren. Aufgrund der gewachsenen Gefahren im Umgang mit sozialen Netzwerken hat der FVM seit dem vergangenen Jahr dieses Themenfeld in seine Jugendlehrgänge aufgenommen, um Jugendlichen eine bewusste und möglichst gefahrlose Nutzung der verschiedenen Internetangebote dieser Art zu ermöglichen.
Bereits im vergangenen Herbst warnte der FVM die Jugendlichen seiner Vereine vor direkten Ansprachen durch Erwachsene, die sich als Verbandtrainer oder Talentsichter ausgaben und verwies auf die Vorgehensweise der im Auftrag des FVM bzw. DFB tätigen Trainer: Diese können sich mit Lichtbildausweis legitimieren!
Auch Vorfälle im Raum Bonn, als ein Unbekannter versuchte, sich Kindern im Umfeld des Trainingsbetriebes zu nähern bzw. sie sogar in ein Auto zu zerren, zeigen, dass sich die Vereine offensiv mit dem Thema Kinderschutz auseinandersetzen sollten.
Der FVM weist in diesem Zusammenhang nochmals auf seine Anstrengungen zum Kinderschutz hin und ruft seine Vereine auf, Präventionsmaßnahmen umzusetzen. Hinweise dazu finden Sie auf den FVM-Internetseiten unter:
www.fvm.de/aktiv_gegen_missbrauch.html.
Sollten Sie von Versuchen der Kontaktaufnahme zu Juniorinnen oder Junioren Ihres Vereins durch Fremde in zuvor dargestellter oder anderer Weise erfahren, informieren Sie uns bitte umgehend und wenden Sie sich an die FVM-Anlaufstelle "Aktiv gegen Missbrauch" unter 02242-91875-50 bzw. anlaufstelle@fvm.de.
Gerne stehen wir Ihnen bei Rückfragen zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Fußball-Verband Mittelrhein e.V.
gez. Dr. Stephan Osnabrügge
Zuletzt geändert am: 20.01.2012 um 16:58
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